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"Gelöchert: Bildcollagen Buchobjekte Skulpturen" eine Reise in die Welt der Künstlerin PHILINE-johanna kempf
Zum dritten Mal verweilt PHILINE-johanna kempf im Wilke-Atelier am alten Vorhafen und damit auch in ihrer Heimatstadt. Die Künstlerin lebt zurzeit noch im Süden in der Nähe von Baden-Baden und Karlsruhe, doch etliche Kunstprojekte führen sie immer wieder durch die Welt.
Wo sind ihre Schwerpunkte? Wenn man PHILINE danach fragen sollte, ist die Antwort nicht leicht zu finden, da ihre kreative Arbeit durch Vielfältigkeit überzeugt. Aber es gibt einen roten Faden in ihrem Oeuvre und das ist die Collage als Mittel der Abstraktion von Gedanken und Eindrücken. Ihre Vielfältigkeit sind die Materialien von Metall (tragbare Kunst), Holzdruck, Keramik (Skulpturen, Objekte auch in Rakubrand) über Papierobjekten und Installationen bis hin zu Performancekunst, in der Malerei und Tanz mit Musikern eine wichtige Rolle spielen. In Karlsruhe arbeitet Philine mit dem Tanztheater Gabriele Lang zusammen. Ein besonderes Ausdrucksmittel ist der ART-Dokumentationsfilm. Philine Johanna Kempf ist frei, keine Einschränkungen - bis auf das Unverständnis von Außen. Wie lassen sich diese unterschiedlichen Dinge denn verbinden? Eine Person, eine Künstlerin? Ist das möglich? PHILINE antwortet darauf, dass alles möglich ist, man muss es nur machen und ohne es zu werten, es ist und bleibt eine Leidenschaft. Es drängt sich sich von Innen nach Aussen. Dabei darf auch die Sprache nicht fehlen. Mehr findet der geneigte Leser auf www.kunst-philine.de.
PHILINE nimmt an der "Langen Nacht der Kultur 2011" teil und zwar mit einem ART-Dokumentarfilm "Verreis(s)en..schwarz/weiss..hell/dunkel und dabei darf der Besucher gerne eine bisschen Atelieratmosphäre erfühlen.
Ausstellungseröffnung am 24.06.2011, 18.30 Uhr im Atelier
Austellung vom 24.06. - 29.06. täglich von 14 - 17 Uhr geöffnet oder auch nach Vereinbarung unter 0471/414792
Am 29.06.2011 um 19.30 Uhr findet im Atelier eine Lesung statt. Alle Veranstaltungen sind frei.

"Reisezeichen-Suche nach dem Paradies" der Kasseler Malerin Antje Siebrecht
Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Künstlerin Antje Siebrecht wurde 1958 in Kassel geboren und studierte ebenda sowie in Hamburg und London, wo sie auch nach ihrem Studium mehrere Jahre lebte und arbeitete. Seit 1996 hat sie ihr Atelier wieder in Kassel. Sie unterrichtete an Hochschulen in England, Syrien, Südkorea, Chile und den USA.
"Reisezeichen" sind Antje Siebrechts tatsächliche Arbeiten auf Papier, die während oder nach einer Reise entstehen. Zudem sind es persönlich gemalte Zeichen vom Unterwegssein im allumfassenden Sinne, die sofort wegen ihrer tiefgründig leuchtenden Farbigkeit ansprechen. Die Künstlerin malt mit vorgefundenen Ausschnitten nicht-bildkünstlerischer Wirklichkeit Farben und Wasser auf pflanzlichen Untergründen in anziehender Weise. Die Arbeiten bekunden das schöpferische Gesamt von Tatsächlichem, Erinnertem und Reflektiertem einer Reise. Antje Siebrechts Kunst liegt auch darin, im Betrachten ihrer vielschichtigen Malerei den Horizont der äußeren Reise durchlässig und überschreitbar werden zu lassen; zur nächsten inneren und äusseren Landschaft, zur nächsten Stimmung und zum nächsten Lebensreise-Zeichen. Angela Markowski, Kassel
Vom 14.03-14.04 Atelierbesuch nach Vereinbarung unter Tel.: 0471/414792
Vom 16.04-25.04. Ausstellung täglich geöffnet von 14-17 Uhr www.art-siebrecht.de

Das alte und das neue Bremerhaven des Berliner Landschaftsmalers Ben Kamili
Zum Auftakt des neuen Jahres lebt und arbeitet Ben Kamili im Wilke-Atelier, der Berliner Landschaftsmaler mazedonischer Herkunft, lebt seit 1991 in Deutschland und hat von 1998 bis 2004 bei Klaus Fußmann in Berlin Freie Malerei studiert. Schon zu seiner Ankunft am 03.01. hat Ben Kamili zwei Radierungen mit Bremerhavener Motiven mitgebracht, die er im Oktober 2010 fotografisch festgehalten und dann in seinem Atelier erstellt hat. Seine Motive sucht der Künstler am liebsten bei Spaziergängen in der Nähe des Ateliers. "In meinen Arbeiten versuche ich, das neue Bremerhaven mit seinen Havenwelten und das ruhige Bremerhaven mit dem Weserufer gegenüber zustellen und so die zwei Gesichter dieser Stadt zu zeigen." Kamili zeigt sich auch vom Geist Paul Ernst Wilkes beeinflußt, dessen Pinselführung er sehr bewundert. Ben Kamilis Arbeiten können ab dem 29.01. bis zum 26.02. gesehen werden, dazu gibt es eine Vernissage am 29.01. und eine Finissage am 19.02. Die Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
Lautpoesie mit Karl-Heinz Heydecke
"Im System der Sprache, ist der Laut ein armer Bursche", eröffnete Karl Heinz Heydecke den Zuhörern im Wilke Atelier am alten Vorhafen und berichtete von seinen ersten Begegnungen mit der Lautpoesie. Nachdem Heydecke den Niederländer Jaap Blonk mit Kurt Schwitters "Ursonate" gehört hatte, war ihm bewußt geworden, das er das auch machen will. Die Worte von ihrem Klang zu befreien hat eine lange Tradition, die im Dadaismus begann und nocht nicht mit Kändlers Wowoismus aufgehört hat. Leider war Heydecke, der eigentlich ein anderes Programm vorgesehen hat, durch eine Erkältung ohne rechte Stimme und so erlebte man an diesem 28.Dezember 2010 ein interessantes Werkstattgespräch mit lautpoetischen Einlagen. Wie z.B. ein ganz besonderes Handygespräch, das sich aus Lauten und Rhythmen, Senkungen und Hebungen zusammensetzte und auch den Musiker und Komponisten verriet. Gut wenn man "brttlnzp" unfallfrei aussprechen kann.
Atelierabend mit Johannes Eidt
Der Osnabrücker Grafiker und Künstler Johannes Eidt war nicht das erste Mal Gastkünstler im Wilke-Atelier. Am Ende seines jüngsten Aufenthalts vom 07. bis 30. November zeigte Eidt einem interessierten Publikum vor allem Collagen mit Motiven aus der Region, die im Wilke-Atelier entstanden sind. Maritime Gegenstände verarbeitet Eidt gedanklich zu sehr persönlichen Sichten auf die Besonderheiten unserer (Stadt)-Landschaft und verwendet dafür Ausschnitte aus Katalogen und Prospekten so, dass das vorgefundene Material aus seinen bisherigen Bezügen herausgelöst und in einem anderen Sinnzusammenhang seine Bedeutung komplett verändert. So wird bei J. Eidt aus einem Klumpen Ton ein Laib Brot. Eidt, im Nebenberuf auch engagierter Chansonnier, der eigene kulturkritische Lieder zur Gitarre singt, zeigt sich in seinem bildnerischen Werk stark beeiflusst von japanischen Techniken.
Neue Himmelsbilder des Gastkünstlers Andi Schmitt, Eröffnung am 23.10.2010
Der Maler Andi Schmitt aus Randersacker bei Würzburg zeigt zum zweiten Mal im Wilke-Atelier Bilder von norddeutschen Landschaften. In seiner Malerei treten Land oder Meer hinter einem dominanten Himmel zurück, der den weitaus größeren Teil der Bildfläche belegt. "Er ist" in den Worten von Andi Schmitt "die Quelle des Lichts, weist mit seiner Weite, Tiefe und Unermesslichkeit über die irdische Begrenzheit hinaus und verändert sich permanent". Vor allem das Spiel der Wolken reizt Andy Schmitt. Eine gewachsene Fangemeinde in unserer Region besuchte die Ausstellung, um die neuen Werke zu bestaunen.
Die Ausstellung wurde musikalisch umrahmt mit klassischer Gitarrenmusik von Robin Mc Bride aus Würzburg, einem Enkel des Ateliergründers Paul Ernst Wilke.
Eröffnung der Ausstellung der Gastkünstlerin Anja Schindler am 28. August 2010
Anja Schindler, die Gastkünstlerin der Monate Juli und August 2010, hatte zwar mit Widrigkeiten während ihres Aufenthalts zu kämpfen, denn die Renovierung der Fassade des Ateliers war störender als geplant, dennoch konnte sie dem zahlreichen Publikum eine reiche Ernte präsentieren. Anja Schindler ist, wohin sie auch kommt, eine unermüdliche Bewahrerin des vorgefundenen Reichtums an Besonderheiten. Der schöne Schein ist ihr zwar nicht unwichtig, aber damit begnügt sie sich nicht. Sie will mit künstlerischen Mitteln etwas festhalten, was verloren zu gehen droht. In Bremerhaven hat sie in Minutenzeichnungen von starker Dynamik bei äußerster Reduktion das Charakteristische von Badenden im benachbarten Weserbad fixiert. Als zweiten Arbeitsschwerpunkt konserviert A. Schindler -im altertümlichen Sinn des Wortes-Gegenstände, Artefakte, Fundstücke in Glasbehältern aller Art und stellt mit ihnen Kuriositätenkabinette zusammen, die dem Atelierraum eine eigentümlich poetische Faszination geben. Diese Neugierzimmer sind in ein für die Künstlerin typisches Türkis-Hellblau eingefärbt. Schließlich eröffnet Anja Schindler einen künstlerischen Zugang zur Geschichte, indem sie vorgefundene Strukturen in einem mehrschichtigen Malverfahren in alte Fresken verwandelt.
Unter dem Titel "perlucidulus" Stellt Barbara Deutschmann am 23.04. 2010 Skulpturen und grafische Arbeiten vor.
Die Ausstellung der Bremerin Barbara Deutschmann, Gastkünstlerin im Wilke-Atelier in den Monaten März und April 2010, umfasste 4 Themenbereiche: Skulpturen aus unterschiedlichen Gesteinen, die die Künstlerin bearbeitet, aushöhlt und mit mit Gießwachs oder Harz luzide so verfüll, dass der optische Eindruck an Bernstein erinnert. Aus dem Kontrast zwischen dem schroffen Felsstück und den mattglatten Harzen ergibt sich eine sehr poetische Spannung. Die grafischen Arbeiten auf handgeschöpftem Papier aus unterschiedlichen Gräsern variieren strenge geometrische Grundformen, die die Künstlerin mit naturnah eingefärbten Wachsen oder Paraffin auf die grobe Oberfläche aufbringt. Die Arbeiten scheinen abstrakt, die geometrischen Formen nehmen jedoch Anleihen bei maritimen Körpern rund ums Atelier, bei Schiffen, Kransilhouetten oder Kajen. Wie bei den Steinskulpturen täuscht die Künstlerin durch ein raffiniertes Siel aus Flächen und Perspektivlinien absurde Räume vor. Die Fläche wirkt dreidimensional, wird zur paradoxen Skulptur. Das gilt auch für das wabenartige Ensemble aus sechseckigen perforierten Körpern, die entweder dunkel oder hell aus Paraffin oder Beton gegossen wurden. Ihre Anordnung erzeugt die optische Täuschung eines Reliefs, obwohl sie auf der selben Grundlinie aufgeschichtet sind. Über allem schwebt ein an die Decke projezierter Videofilm über das allmähliche Frühlingserwachen vor dem Atelierfenster, den die Künstlerin aus vielen täglichen Aufnahmen des selben Blickwinkels montiert hat.
Augentäuschungen im Wilkeatelier: Martin Voßwinkel aus Ottersberg beendet seinen Gastaufenthalt mit einer fulminanten Ausstellung vom 26.02. bis zum 01.03.2010
Martin Voßwinkel aus Ottersberg tanzt auf vielen ästhetischen Hochzeiten. Im Wilke-Atelier zeigte er mehrschichtige, dreidimensional anmutende Arbeiten auf Acrylglas und einige Dokumentationen seiner zahlreichen Verfremdungen städtischer Räume und Landschaften. Eine umwerfende Schau mit weiteren Dokumentation war zur selben Zeit in den benachbarten Räumen einer ehemaligen Holz- und Stahlbaufirma zu sehen. Voßwinkel hat Stadtlandschaften mit einfachen subtilen Mitteln so verändert oder verfremdet, dass ein neuer Eindruck entsteht oder wir Bekanntes mit anderen Augen sehen. Das Ergebnis hat er fotografisch festgehalten. Auch vordergründig unwirtliche Räume wie der leere Columbusbahnhof haben es ihm angetan. Sein Ideenreichtum für Installationen mit einfachen Mitteln kennt keine Grenzen. In 6 Wochen rastloser Tätigkeit ist eine unglaubliche Anzahl an Arbeiten mit unterschiedlichen Mitteln an unterschiedlichen Orten entstanden, die die Besucher in ungläubiges Staunen versetzt haben. Schon der organisatorische und logistische Aufwand an Absprachen oder Materialtransport ist mehr als beeindrucken.
Ausstellungseröffnung zwischen den Jahren: Wolfgang in der Wiesche zeigt seine Arbeiten am 27.12.2009
Der letzte Gastkünstler des Jahres 2009, das weitgereiste Braunschweiger Multitalent Wolfgang in der Wiesche, überrascht mit einer Videoinstallation und fröhlichen Landschaftsbildern in Acryl. Die Arbeiten unter dem Titel 'Island' / Insel kreisen mit sehr unterschiedlichen Mitteln um die Themen Wasser, Landschaft, Insel. Zwei in Bremerhaven entstandene Videoarbeiten in Schwarz-Weiß laufen simultan über einer Tonspur mit einer gesampelten Eigenkomposition. Ein Schiffsrumpf durchpflügt immerzu das Wasser, kommt aber nie an. Wellen rollen in langsamen Intervallen auf dem Strand aus. Der eher graue, wenig anheimelnde Eindruck der Filme steht im Kontrast zur heiteren, meditativen Tonfolge der Hintergrundmusik. Ein noch stärkerer Kontrast entsteht durch die hellen, farbenfrohen Acrylbilder in kleineren und mittleren Formaten, auf denen In der Wiesche Landschaften erfindet und auf ihnen kleine Begebenheiten mehr oder weniger figürlich erzählt. Die Acrylbilder, teils mit Mischtechniken kombiniert, wirken vielfach so zart, luzide und offen wie Aquarelle. Bei den Videoarbeiten, Kompositionen und seinen Bildern ist Wolfgang in der Wiesche ein semiotischer Erfinder. Er isoliert einzelne Zeichen und Strukturen aus Gesamteindrücken und montiert, 'sampelt' und clustert sie mit Computer oder Pisel bravourös zu neuen Welten zusammen.
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